Fun Fact

Bachstelzen sind dafür bekannt, ihr Spiegelbild zu attackieren, weil sie es für einen Rivalen halten. Insbesondere Autospiegel werden häufig „angegriffen“.

Bachstelze Motacilla alba

Aussehen

Bachstelzen sind spatzengroße, schlanke Vögel. Ihr dünner Schwanz macht ungefähr die Hälfte der Körperlänge aus. Damit wippt sie ständig hoch und runter. Ihr Gefieder ist schwarz-weiß-grau gefärbt – beim Männchen sind die Farbkontraste sehr stark, bei den Weibchen und Jungvögeln eher weniger. Der Schnabel und die langen Beine sind schwarz.

Bachstelze
Foto: Blickwinkel/M. Kuehn

Während der Brutzeit tragen einige Vögel ein besonders auffallendes oder buntes Gefieder, das sogenannte Prachtkleid. Typisch für das Prachtkleid der Bachstelzen ist das weiße Gesicht, das oben von einem schwarzen Scheitel und unten von einer schwarzen Kehle kontrastreich begrenzt wird. Die graue Körperoberseite ist vom schwarzen Nacken deutlich abgesetzt. Der Bauch ist hell gefärbt, die Flügel schwarz-weiß gezeichnet. Außerhalb der Brutzeit haben Bachstelzen deutlich weniger schwarze Anteile am Kopf und sind insgesamt kontrastärmer. Sie tragen dann das sogenannte Schlichtkleid.

Bachstelze füttert Jungvogel
Foto: Shutterstock/Wim Claes

Gesang

Bachstelzen gehören nicht gerade zu den eifrigsten Sängern unserer Vogelwelt. Sie rufen mehr als dass sie singen. Typisch ist ein hohes und gut hörbares zi-lipp, das sie oft wiederholen.

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Die Rufe dienen unter anderem der Abgrenzung des Reviers. Im Frühjahr sitzen die Männchen dabei oft gut sichtbar auf einem erhöhten Ast. Insbesondere während der Balz versuchen sie, die Damen mit einem kontinuierlich zwitschernden Gesang zu beeindrucken.

Foto: Shutterstock/Pavlova Svetlana

Beobachtungstipp

Der Name führt ein bisschen in die Irre: Um Bachstelzen zu beobachten, brauchst du nicht an ein Gewässer zu gehen. Bachstelzen leben nämlich vor allem in offenen und halboffenen Landschaften, Siedlungen und Industriegebieten.

Bachstelze
Foto: Shutterstock/Juhku

Sie bevorzugen Flächen mit wenig oder niedriger Vegetation. Dort laufen sie dann meistens am Boden herum – oft in schnellen Trippelschritten und begleitet von heftigem Schwanzwippen und rhythmischen Kopfbewegungen. Dabei jagt sie Mücken und Fliegen, Schmetterlinge und Ameisen. Zwischendurch unternehmen sie immer wieder auch kurze Jagdflüge.

Gartentipp

Genauso wie andere Tiere müssen auch Vögel trinken. Eine Vogeltränke im Garten ist daher ein willkommenes Angebot. Hier können sich die Federfreunde erfrischen, sich putzen und trinken. Besonders im Sommer freuen sich die Vögel, wenn man ihnen eine Wasserstelle bietet.

Kohlmeise an Vogeltränke
Foto: Blickwinkel/F. Hecker

Schnell eingerichtet ist eine flache Schüssel oder ein fertiges Modell aus dem Handel. Wer mag, baut ein Vogelbad einfach selbst. Unsere Gartenexpertin Marja zeigt dir in diesem Video, wie es geht!

Verwechslungsgefahr