Fun Fact

Rauchschwalben leben von Insekten, die sie im Flug erbeuten – bei schlechtem Wetter oft dicht über dem Boden. Daher kommt auch die Bauernweisheit: „Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen.“

Rauchschwalbe Hirundo rustica

Aussehen

Rauchschwalben sind schlanke Vögel mit auffallend langen Schwanzspießen – also mit zwei langen, spießförmigen Verlängerungen des gegabelten Schwanzes. Daran kannst du sie sowohl sitzend als auch im Flug gut von den Mehlschwalben unterscheiden. Die Männchen haben längere Schwanzfedern als die Weibchen.

Rauchschwalbe
Foto: Blickwinkel/Agami/M. Varesvuo

Die Körperoberseite sowie das Brustband sind blauschwarz gefärbt und schimmern metallisch. Der Bauch ist weißlich, Stirn und Kehle rotbraun. Der Schnabel ist dünn und spitz – typisch für Insektenfresser.

Rauchschwalben
Foto: Blickwinkel/Agami/M. Varesvuo

Die Küken der Rauchschwalbe sind Nesthocker. Sie bleiben so lange im Nest sitzen, bis sie fliegen können. Das Gefieder der Jungvögel glänzt weniger als das der erwachsenen Rauchschwalben, ihre Schwanzspieße sind kürzer und die Schwungfedern haben helle Federränder.

Gesang

Rauchschwalben rufen geschwätzig durcheinander. Der häufigste Ruf ist ein einfaches bis mehrsilbiges „wid-wid“. Einzelne Rufe vereinigen sich zu einem melodischen Zwitschergesang, der meist mit einem schnurrenden Schlussteil endet. Bei Gefahr ist der Ruf heller und durchdringender.

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Beobachtungstipp

Rauchschwalben sind typische Zugvögel. Sie legen unglaubliche Strecken zurück und überwintern in der Regel jenseits der Sahara. Mitte März kommen die ersten Rauchschwalben bei uns an und gelten daher als Frühlingsboten. Im September machen sie sich wieder auf den Rückweg ins Winterquartier.

Rauchschwalben
Foto: Blickwinkel/H. Baesemann

Ehe sie losfliegen, sammeln sie sich oft in großen Schwärmen, sitzen dann gemeinsam auf Stromleitungen und übernachten im Schilf. Bevor man wusste, dass Vögel ziehen, dachte man früher angesichts des Einfallens ins Schilf, dass Schwalben am Grund von Seen und Teichen überwintern.

Rauchschwalben
Foto: M. Schäf

Gartentipp

Rauchschwalben fühlen sich vor allem im ländlichen Raum wohl und brüten fast ausschließlich im Innern von Gebäuden. Vor allem Ställe oder Scheunen sind beliebt. In der Brutsaison sollte man hier deshalb die Türen oder Einflugöffnungen offen halten.

Rauchschwalbe mit Jungvögeln
Foto: Shutterstock/ITO/IKI

Rauchschwalben nisten gerne alleine, deshalb solltest du ihre Nisthilfen immer mit ausreichendem Abstand zueinander anbringen. Eine gespannte Leine dient ihnen zudem als Sitzmöglichkeit.

Rauchschwalbe
Foto: M. Delpho

Wie du deinen Rauchschwalben ein gemütliches Quartier selber machen kannst, erfährst du in unserer praktischen Anleitung.

Verwechslungsgefahr