Fun Fact

Stare sind fantastische Sänger. Sie können nicht nur viele andere Vögel, sondern auch alle möglichen Geräusche nachmachen, die sie irgendwo aufgeschnappt haben, vom Rasenmäher bis zum Handyklingelton.

Star Sturnus vulgaris

Aussehen

Stare sehen ein bisschen aus wie Amseln. Aber nur auf den ersten Blick. Tatsächlich sind sie etwas kleiner, haben einen auffallend kurzen Schwanz und wirken insgesamt ein bisschen pummelig. Zudem ist ihr Körper nicht einfach komplett schwarz. Im Frühjahr schimmert das Prachtkleid grün-violett und vor allem im Herbst ist der Körper mit unzähligen hellen Tupfen übersät. Der spitze Schnabel ist im Frühling gelb, verliert dann aber seine leuchtende Farbe und ist im Herbst braun.

Star auf blühendem Ast
Foto: blickwinkel/McPHOTO/M. Schäf

Die Jungvögel sind einheitlich graubraun und haben eine helle Kehle. Der Schnabel ist dunkel.

Junge Staren
Foto: M. Schäf

Gesang

Wenn der Star nicht gerade andere Vögel imitiert oder die unterschiedlichsten Geräusche nachmacht, singt er sehr ansprechend seine eigenen Melodien. Oft beginnt der Gesang mit hohem Pfeifen, dann folgen sehr variable Strophen, die er immer durch schnalzende, schnurrende und ratternde Partien sowie durch Rätschlaute und Pfiffe ergänzt. Insgesamt also ein wirklich beeindruckendes Repertoire an Melodien und Lauten – eines Popstars würdig. Gute Sänger werden belohnt: Männchen, die ausdauernd und variabel singen können, haben bei den Damen höhere Chancen.

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Singender Star
Foto: Blickwinkel/A. Hartl

Beobachtungstipp

Stare sind vor allem dann unübersehbar, wenn sie riesige Schwärme bilden und dabei fantastische Zeichnungen an den Himmel zaubern. Schon im frühen Sommer sammeln sich direkt nach der ersten Brutzeit Gruppen aus Jungvögeln und Staren-Singles. Je näher der Herbst rückt, desto größer werden die Schwärme – bis sie sich dann im Oktober auf den Weg nach Süden machen, wo sie überwintern. Ein Schwarm kann locker aus mehr als 100.000 Staren bestehen.

Starenschwarm
Foto: Shuterstock/Bildagentur Zoonar GmbH

Gartentipp

Wohnungsmangel ist bei Staren ein großes Problem. Von Natur aus brüten sie in Baumhöhlen, Astlöchern und Felshöhlen. In Siedlungsgebieten gerne auch in Löchern an Gebäuden. Weil diese Nistplätze inzwischen rar sind, kannst du Staren am besten helfen, indem du ihnen einen Nistkasten anbietest. Weil sie kein Revier abgrenzen und sehr gesellig sind, kannst du ruhig viele Kästen an einem Ort aufhängen – Stare freuen sich über eine lebhafte Nachbarschaft.

Star am Nistkasten
Foto: Blickwinkel/A. Hartl

Wie du einen Starenkasten ganz einfach selbst bauen kannst, zeigt dir unser Vogelexperte Eric in diesem Video:

Verwechslungsgefahr

Grafik: NABU/ O. Keppler
Star auf Ast